Im Oktober 2013 habe ich begonnen konsequent jede meiner Arbeitstätigkeiten aufzuschreiben. Darunter fallen Zeiten, in denen ich lerne und Zeiten, in denen ich arbeite. Kurzum, jede Tätigkeit, die entweder Geld bringt oder in denen ich konzentriert an etwas arbeite. Für jede Tätigkeit habe ich aufgeschrieben, um welche Uhrzeit ich beginne, um welche Uhrzeit ich aufhöre, was ich mache und wie lange die Tätigkeit gedauert hat.

Innerhalb der letzten 5 Jahre habe ich 8635 Tätigkeiten ausgeführt. Insgesamt habe ich 8285 Stunden konzentriert gearbeitet. Das sind 345 ganze Tage und damit fasst ein durchgängiges Jahr.

Zu Beginn der Aufzeichnungen war ich noch Student, offensichtlich hatte ich zu dieser Zeit noch kein ganz geregeltes Leben. Mit meiner ersten Arbeit gab es eine einschneidende Veränderung: Die Mittagspause (weißer Strich in der Mitte). Interessanterweise bin ich niemand, der Nachts arbeitet, ich genieße aber die Stunden am Abend, um nochmal für mich etwas zu lernen.

Eine zweite Sache fällt noch auf. Periodisch schlafe ich länger bevor ich mit der Arbeit beginne. In den letzten zwei Jahren habe ich immer ein Stück länger geschlafen. Vermutlich habe ich mittlerweile meine innere Uhr akzeptiert.

Zudem arbeite ich selten sehr lange an einer Tätigkeit. Meine Aufmerksamkeit ist in der Regel nach etwa einer Stunde aufgebraucht. Ganz selten arbeite ich länger als 2 Stunden an einer Tätigkeit.

Meine Motivation zu Arbeiten scheint von Tag zu Tag abzunehmen. Während ich montags 20% meiner ganzen Arbeit der Woche erbringe, sind es am Freitag nur noch in etwa 13%. Am Wochendende trete ich auf die Bremse und lerne im Wesentlichen für mich selbst.

Über die letzten Jahre habe ich fortwährend neue Dinge gelernt. Aus Lust. Mittlerweile weiß ich, dass ich in etwa 7 Stunden pro Woche nebenher Dinge lernen kann und mich über 1500 Stunden persönlich weiter gebildet habe.

Es ist vielleicht etwas seltsam, wenn man seine Stunden so detailliert aufschreibt. Auf der anderen Seite habe ich eine Menge über mich gelernt. Ich weiß ziemlich genau, wie viel Arbeit ich leisten kann und welche Arbeitsmuster ich habe. Und sollte es für nichts gut gewesen sein, so konnte ich zumindest ein paar schöne Grafiken erstellen.